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Wurzelchakra

Das Wurzelchakra wird im Sanskrit Muladhara bezeichnet, was sich als „Wurzelstütze“ übersetzen lässt. Dieses Basischakra ist das erste der sieben Hauptchakren und bildet den Ausgangspunkt des Chakrensystems im Körper. In ihm liegt die Wurzel für die Ausbildung der eigenen Spiritualität. Das Wurzelchakra stellt die Verbindung zwischen Geist und dem physischen Körper dar und leitet dessen Energien. 

Symbol des Wurzel Chakras


Wo liegt das Wurzelchakra?

Das Wurzelchakra liegt auf dem Damm, der Stelle zwischen den Genitalien und dem Anus. Der stark mit Nerven durchzogene Damm wird hauptsächlich aus Muskeln gebildet, die zur Beckenbodenmuskulatur zählen. Diese Körperregion steht besonders mit dem Nervus pudendus, dem Schamnerv, in Verbindung, der sich in mehrere Nerven verästelt.

Wurzelchakra-Bedeutung: Lebenswille, Vertrauen und Vitalität

Das Wurzelchakra ist tief mit den urtümlichen Emotionen verbunden und darum intensiv mit den Instinkten verkettet. „Kämpfen oder fliehen?“ – die lebenswichtige Frage wird auch mit Hilfe des Chakras beantwortet, denn der Überlebenswille ist in diesem Energiezentrum zu finden. Eine starke Lebenskraft, die mit einer gewissen Ausdauer einhergeht, wird dem Wurzelchakra zugeordnet. Die Entwicklung des Energiezentrums geht hauptsächlich im Säuglingsalter vonstatten und steht im Zusammenhang mit dem Geruchssinn, der beispielsweise den heimeligen Duft der Mutter an das Kind trägt.
Das Wurzelchakra öffnet sich nach unten in Richtung des Bodens und stellt somit eine energetische Verbindung zur Erde dar. Es ist die Basis des Urvertrauens und wird mit dem Vertrauen und dem Gefühl von Sicherheit für uns selbst und mit anderen verbunden. Die Geborgenheit, der Wunsch nach Heimat und das sprichwörtliche „mit beiden Beinen im Leben stehen“ sind hier zu finden. Ein funktionierendes Basischakra zeigt sich unter anderem durch das Gefühl, einen sicheren Stand in der Welt zu haben – nicht nur in Bezug auf die Arbeit oder materielle Sicherheiten, sondern auch in Beziehungen zu anderen Menschen.

Physisch steht das Energiezentrum aufgrund seiner Position mit dem Beckenboden in Verbindung. Dickdarm und Enddarm werden ihm ebenfalls zugeordnet, sowie die damit einhergehende Verdauung. Ein aktives Wurzelchakra zeigt sich in einer gesunden Verdauung und in einer guten physischen Verfassung. Kraftvolle Knochen, Zähne und Nägel sind ihm ebenfalls zugeteilt und auch die Blutbildung und der Ischiasnerv sind hier verortet. Das Basischakra steht im Zusammenhang mit der Nebenniere, die mit der Bildung verschiedener Hormone wie Adrenalin und Kortison in Verbindung steht. Diese Hormone besitzen unter anderem eine Wirkung auf den Stress und Allergien. 

Sinnbilder des Wurzelchakras

Das Wurzelchakra steht mit einer der kraftvollsten Farben in Beziehung, die seit Jahrtausenden eine tiefe Wirkung auf den Menschen ausübt. Gleichzeitig wird es mit einer sehr irdischen Energie verbunden.  

Farbe des Wurzelchakras: kraftvolles Rot

Das Wurzelchakra besitzt die Resonanzfarbe Rot. Dieser werden in der Farbdeutung aktivierende Eigenschaften zugeschrieben, die mit einer Erhöhung der Lebensenergie einhergehen. Rot stimuliert den Stoffwechsel und besitzt eine wärmende Ausstrahlung.

 

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Symbol des Wurzelchakras: Vierblättriger Lotos

Der Vierblättrige Lotos ist das Symbol des Wurzelchakras. Er ist auch das Sinnbild für die Welt, seine vier Blätter sollen die vier Himmelsrichtungen anzeigen. Im Hinduismus und Buddhismus werden die Blätter als Kontinente und die in der Mitte sitzende Blüte als Berg angesehen, auf dem die Götterpaläste zu finden sind.

Element des Wurzelchakras: Erde 

Dem Wurzelchakra ist das Element Erde zugeordnet, das im Sanskrit den Namen Prithivi trägt. Dieser lässt sich als „Mutter Erde“ übersetzen. In der vedischen Religion wird sie als Muttergöttin verehrt, die wohlwollend und großzügig ist. Sie stützt und trägt alles.

 

Wurzelchakra Blockade: Existenzängste der Vergangenheit und Gegenwart

Blockaden und eine gestörte Funktion des Wurzelchakras sind verbreitet. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass sich in diesem sehr ursprünglichen Energiezentrum nicht nur unsere eigenen Erlebnisse und Emotionen finden, sondern auch die Ängste und Herausforderungen, denen unsere Vorfahren ausgesetzt waren. Die Energien von Kriegen, Naturkatastrophen und Hungersnöten der Vergangenheit haben ihre Spuren im Basischakra hinterlassen.

Wurzelchakra Blockaden können sich unter anderem durch ein geringes Vertrauen ins Leben zeigen. Dieses spiegelt sich oftmals durch bedrängende Existenzängste und dem Misstrauen gegenüber anderen Personen wieder. Phobien können im Zuge dessen ebenfalls auftreten. Betroffene leiden zudem unter einer mangelnden Lebensfreude und Depressionen.

 

 

Ein unbalanciertes Wurzelchakra kann über- oder unteraktiv sein und sorgt dann für unterschiedliche Symptome. Anzeichen für ein überaktives Wurzelchakra können starke Emotionen wie Wut und Ärger über die Mitmenschen sein. Veränderungen fallen Betroffenen oftmals schwer, da sie sich sehr abhängig von bestimmten Sicherheiten, wie einem Job oder einem Menschen, machen. Sie neigen dazu, ihren Selbstwert an materiellen Dingen festzumachen und ein überbordender Drang nach Sexualität kann sie begleiten. Ein schwaches Wurzelchakra kann für das Gefühl verantwortlich sein, keinen Draht zu sich selbst und seiner Umwelt zu besitzen. Betroffene klagen oftmals über eine mangelnde Selbstdisziplin und sind nicht gut organisiert. Sie fühlen sich ziellos und wissen nicht, was sie im Leben wollen. Es kann zu einem verminderten Interesse an Sexualität kommen.
Physisch zeigt sich eine Blockade des Wurzelchakras in verschiedenen Erkrankungen des Verdauungssystems, von Verstopfung bis hin zum Durchfall. Probleme im unteren Rückenbereich, beispielsweise ein Hexenschuss und Ischiassyndrom, können ebenfalls im Zusammenhang mit einer Blockade des Energiezentrums stehen. Auch Schwankungen des Blutdrucks, sowie eine Blutarmut oder Venenleiden können auf Schwierigkeiten im Basischakra deuten. Da das Energiezentrum mit der Stabilität im Leben und der Beziehung zur Erde verbunden wird, spielt es auch bei verschiedenen Leiden der Beine und Füße eine Rolle. 

 

 

Wie aktiviert man das Wurzelchakra?

Die Heilung des Wurzelchakras bildet die Basis um auch die anderen Chakren, die alle miteinander verbunden sind, auszubalancieren. Im Alltag kann das Energiezentrum durch die Ausübung eines Sportes gestärkt werden. Auch die Arbeit im Garten und Barfusslaufen können das Chakra heilen. Spezielle Meditationen eignen sich um das Energiezentrum zu aktivieren, ebenso wie Wurzelchakra Übungen über die achtsame Atmung.

Wie öffnet man das Wurzelchakra?

Um das Wurzelchakra zu öffnen wird zunächst mit einem Blick in die Vergangenheit begonnen. Diese reicht nicht nur bis in die eigenen Erfahrungen und Emotionen als Säugling zurück, sondern greift darüber hinaus auch die Traumata vorhergehender Generationen der eigenen Ahnen auf. Das Erkennen und Verarbeiten von Existenzängsten wird dann zu einem wichtigen Thema. Im Zuge der Öffnung des Energiezentrums können erstarrte Ängste in Bewegung gesetzt und gelöst werden. 
Im Fokus der Behandlung des Basischakra steht die Entfaltung einer neuen Beziehung zur eigenen physischen Körperlichkeit. Um das Wurzelchakra zu öffnen kann die Körperarbeit zum Einsatz kommen, in der der Körper bewusst gefühlt und erfasst wird. Zur Heilung des Chakras ist es wichtig, eine Basissicherheit und eine Geborgenheit herzustellen, so dass es nicht mehr nötig ist, zu fliehen oder unbedingt die Kontrolle über alles behalten zu müssen. Der Einsatz der Farbe Rot, auch als Edelstein wie Blutjaspis, Granat oder Rubin, kann neben unterstützender Aromatherapie und speziellen Meditationen hilfreich sein.

 

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