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Stirnchakra

Das Stirnchakra ist das sechste der sieben Hauptchakren. Im alt-indischen Sanskrit trägt es den Namen Ajna, der als „Wahrnehmende“ übersetzt werden kann. Dieses Energiezentrum hat verschiedene Erkenntnisfunktionen inne und steht mit der Intuition, sowie der Phantasie in Zusammenhang. Bekannt ist dieses Chakra zudem unter dem Namen „drittes Auge“ oder „Inneres Auge“, auch aufgrund seiner Position.

Symbol des Stirnchakras


Wo liegt das Stirnchakra?

Das Stirnchakra ist in der Mitte des Kopfes zu finden. Es liegt über der Nasenwurzel und zwischen den Augenbrauen.

 

 

Stirnchakra-Bedeutung: der Sitz des Bewusstseins

Mit der Phantasie und lebendiger Vorstellungskraft wird das Stirnchakra in Verbindung gebracht. Ein klarer Geist, der eine zuverlässige Gedächtnisleistung bietet und zur Konzentration fähig ist, geht mit einem aktiven Stirnchakra einher und zeichnet dieses Chakra als inneren Lehrer aus. Da das dritte Auge ebenso die Kommunikation zwischen Geist und Seele repräsentiert, werden dem Energiezentrum auch die Intuition und die Erkenntnis zugeordnet. Es gilt als Sitz des Bewusstseins und wird als das Tor zur Seele beschrieben. Große Einflüsse auf die Ausbildung des Stirnchakras haben die jungen Erwachsenenjahre ab den 21. bis zum 26. Lebensjahr.

Körperlich werden dem Stirnchakra die Augen und der Sehvorgang, sowie die Hirnanhangdrüse, Hypophyse, zugeteilt. Diese spielt eine zentrale Rolle im Hormonhaushalt und ist so an Funktionen wie Stoffwechsel, Fortpflanzung und dem Wachstum beteiligt. In Verbindung mit dem Chakra stehen zudem die Hormone Vasopressin und Pituitrin, die unter anderem der Steuerung des Wasserhaushaltes im Körper dienen. Auch auf den Biorythmus und den Schlaf wirkt sich das Innere Auge aus. 

Sinnbilder des Stirnchakras

Farbe, Symbol und Element des Stirnchakras stehen in enger Verbindung zu ihm und sind unter anderem für die Chakren-Arbeit von Bedeutung.

Stirnchakra-Farbe: tiefblaues Indigo

Dem Stirnchakra wird die Farbe Indigo zugeteilt. Sie bezeichnet einen tiefen Blauton, der mit einem Hauch Violett angereichert ist. Die Ursprünge der menschlichen Nutzung dieser Pflanzenfarbe reichen weit ins alte Indien zurück. In der Farbpsychologie wird Indigo unter anderem mit der inneren Ruhe und Vertrauen in Verbindung gebracht.

Symbol des Stirnchakras: 96-blättriger Lotos

Das Symbol des dritten Auges ist der 96-blättrige Lotos, der zweimal 48 Blätter besitzt. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wie des bekannten Lotoseffektes, wird die Lotospflanze in ihrem Hauptverbreitungsgebiet Asien verehrt. 

Element des Stirnchakras: Geist

Der Geist, im Sanskrit auch Manas genannt, ist das Element des Stirnchakras. In der modernen Chakrenlehre gilt der Geist als der innere Sinn, dem die weiteren Sinne unterstehen. Manas ist Teil der vier Funktionen des Geistes, zu denen auch Chitti, Ahamkara und Buddhi zählen. Mit ihnen steht das Element in enger Wechselwirkung.

 

 

Blockade des Stirnchakras: materialistische Lebenseinstellung und mangelnde Intuition

Die Funktion des Stirnchakras kann durch verschiedene Auslöser blockiert oder gestört werden. In der westlichen Welt erschwert bereits das Weltbild einen guten Zugang zum Stirnchakra, denn in den modernen Industrienationen wird beispielswiese kaum Wert auf die Entwicklung der Intuition gelegt. Im Fokus stehen vermehrt „greifbare“ und materielle Begriffe. Das dauerhafte Verbergen von Emotionen kann das innere Zentrum in Richtung des Geistes und des Intellektuellen verschieben. 

Schwere Traumata können ebenfalls eine Sperre zur Seele setzen. Die Folgen solcher Blockaden des dritten Auges können unter anderem Schwierigkeiten mit der Konzentration oder mit dem Lernen sein. Psychische Leiden wie Niedergeschlagenheit, Gedankenkreisen, andauerndes Hinterfragen, Ängste, Wahnvorstellungen und eine innere Unruhe können Anzeichen für eine Störung des Energiezentrums sein. Ist das Stirnchakra überaktiv, kann sich dies unter anderem durch mangelndes Mitgefühl und andauerndes Bewerten anderer kennzeichnen. Ein schwaches Stirnchakra kann sich durch ein mangelndes Verständnis für die Verbindung zwischen dem inneren Ich und der Außenwelt zeigen.

Körperlich äußern sich die Störungen des Stirnchakras beispielsweise durch Kopfschmerzen oder gar Migräne, aber ebenso durch Erkrankungen der Ohren, Augen, Nebenhöhlen oder des Nervensystems. Auch ein chronischer Schnupfen und Störungen im neurologischen Bereich können auf eine Blockade des Inneren Auges hinweisen.

Stirnchakra heilen und Blockaden lösen

Um das Stirnchakra zu heilen, muss zunächst erkannt werden, dass an diesem Energiezentrum Blockaden und Störungen vorliegen. Da bei der beeinträchtigten Funktion eines Chakras die umgebenden Chakren zum Ausgleich mit vermehrter Aktivität reagieren können, kann es erschwert werden zu erkennen, an welcher Stelle die Blockade genau vorliegt. Wird die Störung im dritten Auge identifiziert, ist die Basis für die Heilung des Stirnchakras die Aufmerksamkeit und das eigene Bewusstsein auf dieses Energiezentrum zu lenken, um dorthin Energie entsenden zu können. So kann eine Öffnung und Aktivierung zur Lösung von Blockaden und somit zur Heilung des Energiezentrums angestrebt werden.

Wie öffnet man das Stirnchakra?

Ein geöffnetes Stirnchakra lässt den Zugriff auf eine tiefe Intuition zu und ermöglicht der Seele sich nahezu frei auszudrücken. Die Öffnung des Chakras führt zu einem achtsamen Leben im „Hier und Jetzt“, das Loslassen und Anpassung an die Veränderungen des Lebens fallen leicht – es gibt einen Zugang zur inneren Führung. Für die Öffnung des dritten Auges ist es wichtig, dass ein Durchlass zu den Emotionen, Ahnungen und der Intuition geschaffen wird. Um das Stirnschakra zu öffnen können verschiedene Methoden aus der Chakren-Arbeit genutzt werden. Im Allgemeinen ist es sinnvoll, sich für die Arbeit mit dem Energiezentrum bewusst immer wieder in die Gegenwart zu holen und sich hier zu festigen.  

Möglichkeiten um das Stirnchakra zu öffnen sind unter anderem die gezielte Chakra-Meditation, der Einsatz von Heilsteinen, eine Aromatherapie oder auch die Nutzung von Räucherstoffen. Kristalle für die Chakren-Arbeit mit dem dritten Auge sind Bergkristall, dunkelblauer Sodalith und violetter Amethyst. Auch der Edelstein Saphir und das Mineral Fluorit werden dem Stirnchakra zugeordnet. Bewährte Düfte für das dritte Auge sind unter anderem süßes Basilikum, Zitronengras und Minze. Sie können beispielsweise über eine Duftlampe im Raum verteilt werden und so ihre Wirkung entfalten. Möglich sind auch Bäder, beispielsweise in Veilchenöl, sowie Massagen des dritten Auges mit einem der Öle. Für die Behandlung des Stirnchakras können zudem Räucherstoffe zum Einsatz kommen. Geeignet sind unter anderem Sandelholz und Veilchenwurzel, wie auch Weihrauch und Kampher.

 

 

Stirnchakra aktivieren und das dritte Auge öffnen

Ein schwaches Stirnchakra gleicht einem verschlossenen Auge, während ein geöffnetes drittes Auge das Bewusstsein und die Seele kommunizieren lässt. Die Aktivierung des Stirnchakras kann auf verschiedene Arten geschehen. Einfach umzusetzen ist der Einsatz der Chakra-Farbe. Die Gestaltung der eigenen Umgebung mit Indigoblau, der Farbe des dritten Auges, kann beispielsweise durch Kissen, Tücher oder Kleidung erfolgen. Spezielle Atemübungen zur Aktivierung des Chakras, auch in Kombination mit Meditation oder Übungen mit Klangschalen und Musik, Mudras oder Mantras, sind weitere Möglichkeiten ein schwaches drittes Auge zu öffnen.

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